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Richtig impfen.

Richtig impfen.

Impfung bei Katzen: Bewährtes und Neues

Diesen Monat widmen wir uns etwas ausf√ľhrlicher dem Thema Impfungen, lesen Sie doch mal rein…

Was geschieht bei der Impfung?

  1. Ein abgeschwächter Krankheitserreger wird in den Körper eingebracht
  2. Der Körper erkennt den Erreger als feindlich und setzt die körpereigene Abwehr in Gang
  3. Das Immunsystem des Körpers erinnert sich an den Eindringling und bei einem erneuten Kontakt Рsei es durch eine Wiederholungsimpfung oder Aufnahme des krankmachenden Erregers Рsetzt die körpereigene Abwehr ein. Es ist also eine Immunität entstanden.

Boostern.

Die Erinnerung der körpereigenen Abwehr an einen Erreger muss immer wieder aufgefrischt werden, sonst gerät sie in Vergessenheit. Am Besten prägt sich die Erinnerung ein, wenn zwei bis drei Impfungen in Abständen von drei bis sechs Wochen gegeben werden, man nennt das Boostern und erreicht damit eine Grundimmunisierung.

Auffrischen.

Auffrischungsimpfungen erfolgen nach ein bis drei Jahren.
Geimpft wird im allgemeinen gegen virusbedingte Erkrankungen mit sehr schwerem oder tödlichen Verlauf.

Impfungen.

F√ľr die Katze stehen derzeit folgende Impfungen zur Verf√ľgung:

  • TOLLWUT
    (hat einen besonderen Status da vom Tier auf den Menschen √ľbertragbar)
  • KATZENSEUCHE
  • KATZENSCHNUPFEN
    Hier besteht die Impfung aus einer Zusammenfassung von Erregern
  • Calicivirus
  • Herpesvirus
    (Rhinotracheitisvirus) als zusätzliche Komponente erhältlich: Chlamydia
  • Bordetellaimpfstoff ¬†
    (gehört ebenfalls zu den Schnupfenerregern der Katze) 
  • LEUK√ĄMIEIMPFUNG
    (FeLv)
  • CORONA/FIP

Aus dieser Vielfalt gilt es nun die ‚Äď gewissermassen massgeschneiderte Impfkombination f√ľr die Lebensumst√§nde der jeweiligen Katze zu finden.

F√ľr wen was?

Eine Katze, die ausschliesslich im Haus lebt, hat den geringsten Infektionsdruck. Eine Impfung gegen Seuche/Schnupfen sollte daher gen√ľgen.

Kommt die Katze ab und zu in die Katzenpension, wäre die Kombination Seuche / Schnupfen / Chlamydien empfehlenswert.

Hat die Katze in der Pension Kontakt mit Freigängern, wären zusätzliche Impfungen gegen feline Leukämie und Tollwut sinnvoll.

Ist die Katze Freig√§nger, sollte sie gegen Tollwut / Seuche / Schnupfen und FeLv geimpft sein. Dieselbe Kombination gilt f√ľr Zuchtbest√§nde plus Chlamydieimpfung. Bordetella bronchiseptica sollte in gef√§hrdeten Best√§nden geimpft werden.¬†

Warum, was und wann geimpft wird, wird demnächst in einem weiteren Beitrag erläutert.

Grundschema f√ľr die meisten Impfungen

  1. Impfung mit 8 bis 9 Wochen
  2. Impfung mit der vollendeten 12. Woche
  3. Evtl. 3. Boosterimpfung mit 16 Wochen

Dann je nach Empfehlung des Impfstoffherstellers jährliche Auffrischung aller Komponenten oder jährliche Auffrischung der Katzenschnupfenkomponente und 2-3 jährliche Auffrischung des Seucheanteils.

Bei der Tollwutimpfung scheint das altbew√§hrte Schema ausser Kraft zu sein. Diverse Tollwutimpfstoffe werden einmal nach der 12. Lebenswoche geimpft und eine Auffrischung nach 2-3-4 Jahren wird als gen√ľgend betrachtet.

Ich w√ľnsche mir jedoch f√ľr die Katzen in meiner Pension j√§hrliche Wiederholungen der Katzenschnupfenimpfung und zumindest zweij√§hrliche Auffrischungen der Katzenseucheimpfung.